Idee

Wen oder was nährt dieser Boden?

Das Projekt „Göttinger Nährboden“ hat zum Ziel, die Menschen der einzelnen Göttinger Gartenprojekte mit ihren Ideen zusammenzubringen, um Synergieeffekte zu nutzen, einen Raum für die Entstehung neuer Visionen zu schaffen und die Bedeutung und Wirkkraft der Projekte in Stadtplanung, Öffentlichkeit und Medien zu stärken. Hier sollen Ideen auf einen fruchtbaren Boden fallen…

Sich überschlagende Globalisierung, globaler Wandel, Endlichkeit fossiler Rohstoffe, multiple Krise – hinsichtlich dieser und weiterer Problematiken können urbane Gärten erheblich zur ökologischen und sozioökonomischen Resilienz von Städten und deren Umgebung beitragen. Gemeinschaftliche Gartenprojekte in der Stadt können Raum schaffen für die experimentelle Suche nach Strukturen für die Zukunft der Nahrungsmittelversorgung, eine postfossile Gesellschaft und für solidarische Lebens- und Arbeitsformen.

Ob das Erlernen von lokaler Gemüseproduktion, Erhaltung und Anbau alter Nutzpflanzensorten, gemeinschaftliches Arbeiten und Wirtschaften, Schaffung von Frei- und Grünflächen sowie von wertvollen Habitaten für Tier- und Pflanzenwelt, Anpassung der Städte an den Klimawandel, Integration gesellschaftlich benachteiligter Menschen, Umweltbildung, körperlicher Ausgleich zum Büro-Alltag und „einfach nur gärtnern“ – urbanes Gärtnern ist vielschichtig und bedeutet für alle etwas anderes. Für viele Städterinnen und Städter bieten urbane Gartenprojekte eine spannende „Selbermach-Umgebung“. Hier können wir uns kreativ und spielerisch mit vielen praktischen und theoretischen Aspekten beschäftigen, die im üblichen „Stadt-Alltag“ nicht thematisiert werden.

Außerdem: Inzwischen ist bekannt, dass unsere Städte wesentlich artenreicher sind als das von Monokulturen geprägte Umland. Und viele urbane Gärten bieten mehr Schutzräume und Nahrungsquellen für Tiere als „normale Parks“. Lasst uns mehr dieser Unterschlupfmöglichkeiten schaffen!

Die Erfahrung in Göttingen und anderen Städten zeigt: es werden Insektenhäuser und Lehmöfen gebaut, Garten-Workshops durchgeführt, Imkergruppen gegründet, Recyclinghöfe und Schrottplätze nach nützlichen Utensilien abgeklappert, Böden umgegraben, gemulcht, bepflanzt, lokales Gemüse und Obst verschenkt, verkauft, gegessen, eingemacht – und vor allem: es wird experimentiert und ausprobiert! Was in einigen der Göttinger Gärten passiert, könnt ihr auf dieser Internetseite lesen.

Viel Spaß beim Stöbern, Schmökern, Selbermachen, Diskutieren – und beim Besuchen der Projekte! Wir sind alle in irgendeiner Form Gärtnerinnen und Gärtner, d.h. unsere Welt ist häufig nicht im Netz, sondern draußen. Besucht uns dort.

Wo wann was passiert, ist aber doch im Netz zu finden, u.a. unter „Termine“ dieser Seite – wir versuchen, diese laufend zu aktualisieren. Zudem haben wir einen Nährboden-Emailverteiler eingerichtet, über den Veranstaltungen etc. angekündigt werden. Du kannst dich hier selbst auf den Verteiler setzen, oder aber uns eine Email schreiben an mail(ät)naehrboden-goettingen.de